Was ist eine MPU

Wer zu viele Punkte in Flensburg sammelt, unter Drogen oder mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt wird, muss in der Regel zu Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Sie soll die Fahreignung beurteilen. Die richtige Vorbereitung erhöht die Chancen. FOCUS-Online-Experte Dominic Hennig erklärt, was bei der MPU wichtig ist.

1. Was passiert bei einer MPU?

Wer zu viele Punkte in Flensburg sammelt, unter Drogen oder mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt wird, muss in der Regel zu Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Sie soll die Fahreignung beurteilen. Die richtige Vorbereitung erhöht die Chancen. FOCUS-Online-Experte Dominic Hennig erklärt, was bei der MPU wichtig ist.

1. Was passiert bei einer MPU?

Wer zu viele Punkte in Flensburg sammelt, unter Drogen oder mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt wird, muss in der Regel zu Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Sie soll die Fahreignung beurteilen. Die richtige Vorbereitung erhöht die Chancen. FOCUS-Online-Experte Dominic Hennig erklärt, was bei der MPU wichtig ist.

1. Was passiert bei einer MPU?

Wer zu viele Punkte in Flensburg sammelt, unter Drogen oder mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt wird, muss in der Regel zu Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Sie soll die Fahreignung beurteilen. Die richtige Vorbereitung erhöht die Chancen. FOCUS-Online-Experte Dominic Hennig erklärt, was bei der MPU wichtig ist.

1. Was passiert bei einer MPU?

Wer zu viele Punkte in Flensburg sammelt, unter Drogen oder mit zuviel Alkohol am Steuer erwischt wird, muss in der Regel zu Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Sie soll die Fahreignung beurteilen. Die richtige Vorbereitung erhöht die Chancen. FOCUS-Online-Experte Dominic Hennig erklärt, was bei der MPU wichtig ist.


Der Name MPU ist umgangssprachlich auch als "Idiotentest" bekannt.
Vor vielen Jahren gab es tatsächlich einen Intelligenztest, der als "Idiotentest" bezeichnet wurde.
Dieser war für Fahrschüler vorgesehen, die ihre Führerscheinprüfung nach mehrfachen Versuchen nicht bestanden. Der Intelligenztest war dabei ein sehr wichtiger Teil. Die heutige MPU hat mit dem damaligen Intelligenztest nichts gemein!

Doch was genau heißt MPU? MPU ist die Abkürzung für Medizinisch-Psychologischen Untersuchung.
Detaillierte Kenntnisse über die MPU selbst sind häufig nicht vorhanden, aufgrund dessen die Unsicherheit bei Prüflingen entsprechend hoch ist. Grundsätzlich geht es bei einer angeordneten MPU darum, dass die persönliche Fahreignung angezweifelt wird.


Wer muss zur MPU

 

Folgende Vergehen im Straßenverkehr werden üblicherweise von der Fahrerlaubnisbehörde zur MPU geladen:

 

  • Alkohol: Wiederholt auffällig über 0,5 Promille oder einmal über 1,6 Promille im Verkehr. Bei Fahrern in der Probezeit auch schon unter 0,5 Promille. Bei berechtigten Zweifel kann die Fahrerlaubnisbehörde bereits bei Werten ab 1,1 Promille Zweifel an der Fahreignung erheben.
  • Drogen: Fahren unter Einfluss von Drogen.
  • Punkte: 8 oder mehr (Bei Fahrern in der Probezeit auch schon weniger)
  • Straftaten im Verkehr oder außerhalb des Verkehrs (z.B. wenn hohes Aggressionspotential bzw. verminderte Impulskontrolle vermutet wird).


Aus welchen Bestandteilen besteht eine MPU

 

  • Psychologische Untersuchung durchgeführt von einem Diplom-Psychologen/Verkehrspsychologe
  • Medizinische Untersuchung durch einen verkehrsmedizinisch anerkannten Arzt
  • Leistungsdiagnostischer Teil an einem Rechner, als Test für die Reaktionsfähig, Wahrnehmung sowie Konzentration
  • Fragebogen, in welchem Fragen zum Deliktgrund (Alkohol, Drogen, Punkte) sowie Fachwissen abgefragt werden

 

Die Reihenfolge der einzelnen Tests kann beliebig sein.

 

Was kostet eine MPU

 

Die Kosten für eine MPU erfragen Sie direkt bei der jeweiligen Begutachtungsstelle!
Eine konkrete Aussage kann hier trotzdem nicht gegeben werden, da sich die Kosten an dem vorliegenden Delikt orientieren.
Im Hinblick auf die medizinische Untersuchung (Leberwerte, Urin sowie Fragestellungen, etc.) wird sich der Aufwand unterscheiden,
dies hat dann auch entsprechende Auswirkungen auf den Preis.

Grob lässt sich sagen: Eine Punkte-MPU kostet ca. 400 Euro, eine Drogen-MPU ca. 600 Euro, eine Alkohol-MPU liegt ca. dazwischen.

Liegen mehrere Delikte vor, können/werden mehrere Fragestellungen kombiniert gestellt (z.B. MPU wegen Alkohol und wegen Drogen) und dies wirkt sich natürlich ebenfalls auf die Kosten aus.

Wo absolviere ich meine MPU 

Die MPU wird bei einer zugelassenen und regelmäßigen Aufsicht stehenden Begutachtungsstelle für Fahreignung (kurz: BfF, umgangssprachlich: MPU-Stellen) von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) absolviert. Alle Begutachtungsstellen sind zur Neutralität verpflichtet, weswegen sie keine eigenen MPU-Vorbereitungsangebote oder psychologischen Beratungen anbieten dürfen.
MPU-Betroffene sollten vorsichtig sein, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Begutachtungsstellen bestimmte Kurse zur MPU-Vorbereitung empfehlen. Neutrale Begutachtungsstellen tun das nicht und es würde sich auch kein Vorteil daraus ergeben!

Einen keinen Unterschied bei den MPU-Prüfstellen gibt es allerdings:

Während der MPU wird ein wortwörtliches Gesprächsprotokoll (ein Mitschrieb aus dem psychologischen Gespräch) geführt.
Dieses Protokoll wird dem Prüfling ca. zwei Wochen nach der MPU nach Hause oder zur Führerscheinstelle gesendet (je nach Wunsch des Prüflings). Mit dabei sind das MPU-Gutachten, aus welchem das Bestehen/nicht Bestehen hervorgeht, sowie die Begründung zum nicht Bestehen.

Bei manchen Begutachtungsstellen gibt es die Möglichkeit, dieses Gesprächsprotokoll (den Mitschrieb aus dem psychologischen Gespräch)  am Tag der Untersuchung durchzulesen. Das gibt dem Prüfling die Möglichkeit, die Passagen zu korrigieren, von denen er/sie der Meinung ist, dass diese anderes gemeint warten.

Da diese Möglichkeit nicht alle Begutachtungsstellen bieten sollte der Prüfling dies vor der Entscheidung für eine Begutachtungsstelle  nachfragen. "Gibt es am Tag der Untersuchung die Möglichkeit das Gesprächsprotokoll durchzulesen und ggf. zu korrigieren."

Was weiß der Gutachter über mich

Der Gutachter bekommt die Führerscheinakte des Prüflings sowie einen Auszug aus dem Fahreignungsregister (früher Verkehrszentralregister) bzw. sonstige Informationen, wie das polizeiliche Führungszeugnis.

Jeder Prüfling hat das Recht bei seiner zuständigen Fahrerlaubnisbehörde kostenfrei Akteneinsicht in seine Führerscheinakte zu nehmen oder sich eine Kopie aushändigen zu lassen. Hier empfehlen wir dringend, dieses Recht zu nutzen! Umso besser der Prüfling bei der MPU über seine verzeichneten Vergehen informiert ist, umso glaubwürdiger wirkt die Auseinandersetzung des Prüflings mit seinen Vergehen beim Gutachter.